Streuobstwiesen und Steinkauz 2021

Der NABU Nörd­li­ches Mark­gräf­ler­land bemüht sich als Bei­trag zur Lösung der aktu­el­len Pro­ble­me Kli­ma­er­wär­mung, Arten­ster­ben und spe­zi­ell Insek­ten­ster­ben, damit ein­her­ge­hend Ver­lust vie­ler Vögel, um den Erhalt und die Auf­wer­tung von Streu­obst­wie­sen.

Der Stein­kauz als Modell­art für die­se Bio­to­pe wird durch Anbrin­gen von Nist­hil­fen und deren Betreu­ung in die­sen Flä­chen beson­ders unter­stützt. Hier ist auch den Land­wir­ten zu dan­ken, die die­sen NABU-Aktivitäten in aller Regel posi­tiv begeg­nen.
Von den inzwi­schen 150 Röh­ren, die zwi­schen Möh­lin und süd­li­chem Rand des Land­krei­ses Breisgau-Hochschwarzwald von etwa 20 ehren­amt­li­chen Betreu­ern des NABU regel­mäs­sig kon­trol­liert und instand­ge­setzt wer­den, hat­ten die­ses Jahr 12 Stein­kauz­bru­ten – genau­so vie­le wie 2020. Es war aller­dings ein schwie­ri­ges Jahr; 8 Bru­ten wur­den auf­ge­ge­ben, und der Brut­er­folg war auch nicht so wie in den Jah­ren zuvor. Grün­de für die Brut­ab­brü­che könn­ten der Ver­lust eines Eltern­teils durch Greif­vö­gel oder Raubtiere/Katzen sowie mas­si­ve Stö­run­gen z.B. durch Mar­der an/in der Nis­t­röh­re sein. In den Röh­ren waren bis zu 6 Eier, aber meist konn­ten nur 2–4 Jung­vö­gel beringt wer­den. Auch wur­den 2 in den Röh­ren ange­trof­fe­ne Alt­vö­gel neu beringt, was dar­auf hin­weist, dass es immer noch ver­ein­zelt soge­nann­te „Natur­bru­ten“ in Baum­höh­len gibt, wo die Jung­käu­ze nicht beringt wer­den kön­nen.

Auf dem Gebiet der Gemein­de Hei­ters­heim gab es 2021 in total 10 Brut­röh­ren 2 besetz­te Brut­röh­ren, je eine auf Hei­ters­hei­mer und auf Gal­len­wei­ler Gemar­kung, die auch 2020 schon erfolg­rei­che Steinkauz-Bruten erbrach­ten. Stein­käu­ze sind gene­rell sehr revier-treu, so dass ohne Altvogel-Verlust die glei­che Röh­re meist über meh­re­re Jah­re belegt ist.

Ins­ge­samt konn­ten 6 Jung­vö­gel beringt wer­den. Die Zusam­men­ar­beit mit der Gemein­de­ver­wal­tung funk­tio­niert bes­tens, und dank der stän­di­gen Unter­stüt­zung durch die NABU-Helfer kann die­ses Pro­jekt wei­ter­hin erfolg­reich fort­ge­setzt wer­den.

 

Dr. Hel­mut Mett 07631 72270
Admi­nis­tra­tor Stein­kauz im Nabu Nörd­li­ches Mark­gräf­ler­land
Frei­bur­ger­str. 21, D‑79395 Neu­en­burg

 

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