Wohnberechtigungsscheine

Beschreibung

Ein Wohn­be­rech­ti­gungs­schein berech­tigt Sie zum Bezug einer Sozi­al­miet­woh­nung.

Mit der Ertei­lung des Wohn­be­rech­ti­gungs­scheins wird sicher­ge­stellt, dass eine Sozi­al­woh­nung Woh­nungs­su­chen­den zugu­te kommt, für die sie mit Steu­er­mit­teln sub­ven­tio­niert wur­de. Ein bei Bezug Wohn­be­rech­tig­ter bleibt wäh­rend der Dau­er des Miet­ver­hält­nis­ses nut­zungs­be­rech­tigt, unab­hän­gig von der Ent­wick­lung sei­ner per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se.

Sie kön­nen den Wohn­be­rech­ti­gungs­schein in zwei Vari­an­ten bean­tra­gen:

1. All­ge­mei­ner Wohn­be­rech­ti­gungs­schein

Die­ser wird auf Antrag erteilt, wenn die Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen und ist ein Jahr lang im gan­zen Bun­des­ge­biet gül­tig.

2. Beson­de­rer Wohn­be­rech­ti­gungs­schein

Der Woh­nungs­in­ter­es­sent bewirbt sich um eine bestimm­te Sozi­al­woh­nung, deren beson­de­re Bezugs­vor­aus­set­zun­gen er ein­hält. Mit die­sem Wohn­be­rech­ti­gungs­schein ist der Antrag­stel­ler berech­tigt, (nur) die­se bestimm­te Sozi­al­woh­nung zu bezie­hen. Der Wohn­be­rech­ti­gungs­schein ist ein Jahr lang gül­tig.

Für den erneu­ten Bezug einer Sozi­al­woh­nung muss ein neu­er Antrag auf einen Wohn­be­rech­ti­gungs­schein gestellt wer­den, wenn der Wohn­be­rech­ti­gungs­schein älter als ein Jahr ist.

Vor­aus­set­zun­gen

Einen Wohn­be­rech­ti­gungs­schein erhal­ten Haus­hal­te, deren anre­chen­ba­res Ein­kom­men unter­halb der maß­geb­li­chen Ein­kom­mens­gren­ze liegt. Die Ein­kom­mens­gren­ze ist abhän­gig von der Anzahl der zum Haus­halt gehö­ren­den Per­so­nen. Gehö­ren zum Haus­halt Kin­der, so erhöht sich die Ein­kom­mens­gren­ze je Kind.

Das Fami­li­en­ein­kom­men setzt sich aus dem Jah­res­ein­kom­men aller zum Haus­halt gehö­ren­der Fami­li­en­mit­glie­der zusam­men. Es wird in einem nach dem Wohn­raum­för­de­rungs­ge­setz (WoFG) näher bestimm­ten Ver­fah­ren ermit­telt und ent­spricht annä­hernd dem Net­to­ein­kom­men. Bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen kön­nen noch Frei­be­trä­ge (z.B. für allein Erzie­hen­de, Schwer­be­hin­der­te oder jun­ge Fami­li­en) vom Ein­kom­men abge­zo­gen wer­den.

Höhe­re Ein­kom­mens­gren­zen gel­ten für den Bezug so genann­ter nicht öffent­li­ch geför­der­ter (Sozial-)Mietwohnungen: Für den Bezug so genann­ter nicht öffent­li­cher Woh­nun­gen (geför­dert bezie­hungs­wei­se erbaut seit 1990) dür­fen die oben genann­ten Ein­kom­mens­gren­zen um bis zu 60 Pro­zent über­schrit­ten wer­den.

Ver­fah­rens­ab­lauf

Der Antrag wird bei der zustän­di­gen Stel­le per­sön­li­ch oder schrift­li­ch gestellt.

Eine per­sön­li­che Vor­spra­che ist zu emp­feh­len, da mit der Bean­tra­gung umfang­rei­che Unter­la­gen vor­zu­le­gen sind.

Erfor­der­li­che Unter­la­gen

  • Per­so­nal­aus­weis
  • Nach­weis über das Ein­kom­men von allen Per­so­nen, die in die Woh­nung ein­zie­hen möch­ten (z.B. letz­te Gehalts­ab­rech­nung ein­schließ­li­ch Nach­weis über Son­der­zu­wen­dun­gen, letz­te® Einkommensteuerbescheid/-erklärung und letz­te Einnahmen-Überschussrechnung bei Selbst­stän­di­gen)

Kos­ten

Es fal­len kei­ne Gebüh­ren bezie­hungs­wei­se Kos­ten an.

Rechts­grund­la­ge

  • § 27 Wohn­raum­för­de­rungs­ge­setz (WoFG) (Wohn­be­rech­ti­gungs­schein)
  • § 5 Woh­nungs­bin­dungs­ge­setz (WoBindG) (Aus­stel­lung der Beschei­ni­gung über die Wohn­be­rech­ti­gung)

Ansprechpartner

Nicole Ehle

Details zur Person

Zuständige Stellen

Formulare

Antrag auf Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins

Ergän­zend zum Antrag auf Ertei­lung eines Wohn­be­rech­ti­gungs­chei­nes ist eine Ver­dienst­be­schei­ni­gung des Arbeit­ge­bers erfor­der­li­ch, sofern Berufts­tä­tig­keit gege­ben ist.

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