Zauneidechse

Lacerta agilis

Die Zauneidechse, Reptil des Jahres 2020 und 2021, zeichnet sich durch eine bräunliche Grundfärbung aus und wird bis zu 24 cm lang. Die Männchen entwickeln zur Paarungszeit ein leuchtend grünes „Hochzeitskleid“.

Mit ihrem gedrungenen Körper und den kurzen Beinen ist sie größer, kräftiger und stärker bodenbewohnend als die Mauereidechse. Gärten, Trockenrasen, Weinberge, Bahndämme und Wegränder mit sonnigen, offenen Flächen sind ihre bevorzugten Lebensräume. Dort ernährt sie sich vor allem von Insekten, Spinnen, Heuschrecken und Raupen.

Geeignete Verstecke wie Baumstümpfe, Totholz, Mäuselöcher, Steinhaufen und unbewachsene Flächen mit viel Sonne bieten Platz zum Aufwärmen und auch zum Überwintern. Rückzugsorte sind von großer Bedeutung – nicht nur zum frostfreien Überleben in Erdspalten, sondern auch, um sich vor Feinden (z. B. Greifvögeln oder Hauskatzen) zu schützen.

Reisighaufen und Trockensteinmauern sind optimale Unterschlüpfe, um diese wunderschönen Echsen in den eigenen Garten zu locken. Eine lockere Vegetation mit Freiflächen bietet zudem ideale Möglichkeiten für ein Sonnenbad.

Entdecken Sie eine Zauneidechse in Ihrem Garten, ist das ein gutes Zeichen für Biodiversität. Zauneidechsen sind etwa die Hälfte des Jahres aktiv (tagaktiv) und verlassen ihre Winterquartiere im März oder April, wobei die Weibchen etwas später erscheinen. Ihre Aktivitäten beenden sie oft schon ab August. Die Jungtiere sind am längsten zu beobachten und ziehen sich erst im September zurück.

Die Zauneidechse ist eine streng geschützte Art – sowohl nach dem deutschen Bundesnaturschutzgesetz als auch nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).

Bei aufmerksamer Beobachtung in den oben beschriebenen Habitaten begegnet Ihnen diese wunderbare Echse bestimmt in Heitersheim oder auch in Gallenweiler.

NABU Nördliches Markgräflerland
Text: Edgar Erler

© Edgar Erler, Alle Rechte vorbehalten
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