Neubau Bauhof und Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr, der städtische Bauhof und die Wasserversorgung sind seit 1982 in der Hauptstraße 9a hinter dem Rathaus im ehemaligen Gebäude der Seifenfabrik Hirtler untergebracht. Das Gebäude auf dem rund 3.300 m² großen Grundstück sind schon lange viel zu klein, baufällig und erfüllen in kleinster Weise mehr die heutigen Anforderungen Arbeitsstätten, Unfallverhütung und DIN-Vorgaben. Zudem liegt das Feuerwehr­haus mitten in der Stadt verkehrlich äußerst ungünstig für die anrückenden Feuerwehrangehörigen und die ausrückenden Einsatzfahrzeuge.

2021 konnte die Stadt Grundstücke am Unteren Gallenweilerweg, vor der Zufahrt zur Malteserhalle, erwerben, um dort ein neues Feuerwehrhaus und einen neuen Bauhof zu errichten. Die Fläche ist rund 1,0 Hektar groß.

2022 befürwortete der Gemeinderat diesen Standort, nachdem eine Machbarkeitsstudie des Büros stollarchitekten gezeigt hatte, dass beide Bauvorhaben auf dem Grundstück planerisch umsetzbar sind. Parallel wurde ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet und sogenannte VgV-Verfahren zur Auswahl von Architektur- und Fachplanungsbüros gestartet.

2023 wurden nach Abschluss der VgV-Verfahren die Architektenleistungen an das Büro stollarchitekten sowie die Fachplanungsleistungen an verschiedene Ingenieurbüros, überwiegend aus der Region, vergeben.

2024 stellte das Architekturbüro die Vorplanung (Leistungsphase 2) vor, die in enger Abstimmung mit den Nutzenden und dem Stadtbauamt entstanden war. Die damalige Kostenschätzung belief sich für beide Bauvorhaben auf 20,4 Mio. €.
Aufgrund dieser hohen Kosten wurde die Vorplanung überarbeitet: Die Kubatur wurde reduziert und die Bauweise von Holzbau (KfW-40) auf Stahlbetonbauweise (KfW-55) geändert.

2025 billigte der Gemeinderat die überarbeitete Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) nach einer weiteren Reduzierung sowie im Anschluss die Ausführungsplanung (Leistungsphase 4). Die aktualisierte Kostenberechnung lag bei rund 18 Mio. €.

Am 10.02.2026 fasste der Gemeinderat den Baubeschluss für beide Vorhaben. Im Frühjahr 2026 konnten die ersten Gewerke vergeben werden. Der feierliche Spatenstich erfolgte am 18.06.2026 mit zahlreichen Gästen. Die Fertigstellung der Baumaßnahmen ist Ende 2028 geplant.

Feuerwehrhaus

Das Feuerwehrhaus ist ein rechteckiges, überwiegend zweigeschossiges Gebäude mit einer Grundfläche von ca. 27 m × 75 m und einer Netto-Raumfläche von rund 2.000 m².

Im Erdgeschoss befinden sich:

· die Fahrzeughalle mit 10 Stellplätzen,
· eine Multifunktionshalle als Durchfahrtshalle mit Anbindung an Lager und Werkstätten,
· Werkstätten und Lagerräume,
· Umkleiden für Herren, Damen und die Jugendfeuerwehr,
· Technikräume,
· die Funkzentrale mit angeschlossenem Führungsraum für Großschadenslagen (z. B. Unwetter),
· ein Bereitschaftsraum mit Küche sowie Sanitäranlagen.

Im Obergeschoss sind untergebracht:

· der Schulungsraum mit Teeküche,
· Büroarbeitsplätze,
· ein Archiv,
· ein Technikraum,
· ein eigener Raum für die Jugendfeuerwehr.

Das Gebäude wird in Stahlbetonbauweise mit Massivholzdecken und begrüntem Flachdach mit PV-Anlage errichtet. Die Fassade wird aus Faserzement-Tafeln und einer vorvergrauten, geschlossenen, Holzschalung bestehen. Im Außenbereich befindet sich der Übungshof, Parkplätze für die Feuerwehrangehörigen und die Ausfahrt vor der Fahrzeughalle.

Bauhof mit Wasserversorgung

Der Bauhof gliedert sich in:

· einen L-förmigen Gebäuderiegel mit Sozial- und Werkstattgebäude entlang des Unteren Gallenweilerwegs und
· eine Fahrzeughalle entlang der Jahnstraße, die über eine gemeinsame Bedachung verbunden sind.

Das Sozial- und Werkstattgebäude hat eine Grundfläche von 43 m × 13 m und wird ebenfalls in Stahlbetonbauweise mit Massivholzdecken und begrüntem Flachdach errichtet. Die Fassade besteht wie beim Feuerwehrhaus aus Faserzement-Tafeln und einer Holzschalung.

Im Erdgeschoss befinden sich vor allem:

· die Werkstätten des Bauhofs,
· die Werkstatt und das Lager der Wasserversorgung.

Im Obergeschoss sind untergebracht:

· die Umkleiden für Herren und Damen mit angeschlossenen Sanitärräumen,
· der Sozial-/Pausenraum,
· die Büros für die Bauhofleitung und den Wassermeister.

Die Fahrzeughalle (Außenmaße 30 m × 20 m) wird in Stahlskelettbauweise mit Sandwichelementen errichtet.

Auf dem Hof entstehen zudem:

· Mitarbeiterparkplätze,
· eine Kaltlagerhalle mit Waschplatz, Fahrzeugstellplätzen, Lagerflächen und Schüttgut-Boxen.

An der Nordseite der Kaltlagerhalle werden das Salz-Silo und die interne Tankstelle angegliedert. Die Dächer der Fahrzeughalle und des Kaltlagers werden mit PV-Anlagen ausgestattet.

Die Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses betragen laut Kostenberechnung rund 11 Mio. €. An Zuweisungen des Landes wurden 0,99 Mio. € aus der Fachförderung Feuerwehrwesen (ZFeu) und 1,6 Mio. € aus dem Ausgleichstock bewilligt. Aus dem der Stadt zugewiesenen Sondervermögen (Sonderschulden) für Infrastrukturmaßnahmen des Bundes fließen rund 2,1 Mio. € in den Neubau des Feuerwehrhauses.

Die Kosten für den Neubau des Bauhofes inkl. Wasserversorgung belaufen sich laut Kostenberechnung auf rund 7 Mio. €. An Fördermitteln wurden von Seiten des Landes 0,5 Mio. € aus dem Ausgleichstock bewilligt. Des Weiteren fließen in diese Baumaßnahme die restlichen rund 2,1 Mio. € aus dem der Stadt zugewiesenen Sondervermögen für Infrastruktur­maßnahmen.

Für beide Baumaßnahmen erhält die Stadt noch einen niedrigen sechsstelligen KfW-Zuschuss aus dem Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau für Nichtwohngebäude“. Die bei der Stadt verbleibenden Eigenanteile für beide Maßnahmen werden über langfristige Darlehen sowie die geplante Veräußerung des bisherigen Feuerwehr- und Bauhofareals hinter dem Rathaus finanziert.

Projektverlauf

  • 2014: Bedarfsfestellung für einen einen Neubau der Feuerwehr und Bauhof
  • 2021: Gemeinderatsbeschluss für den Neubau der Feuerwehr und Bauhof
  • 2022: Grundstückssuche für den Neubau
  • 2023: Erste Vorplanung mit Architekten
  • 2024: Designplanung, Workshops
  • 2025: Ausgestaltung des Gebäudeskomplexes mit den Projektbeteiligten
  • 2026: Frühjahr - Vergabevorbereitungen
  • 2026: April/Mai - Vergabe Erste Baumaßnahmen, Bauplatzeinrichtung für den Rohbau.
  • 2026: Juni - Feierlicher Spatenstich

Pläne & Ansichten

Bautagebuch in Bildern

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Das Bild zeigt das Logo des Regierungspräsidiums Freiburg in Baden-Württemberg, bestehend aus drei stilisierten Löwen in einer Reihe neben dem Schriftzug.
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Auf dem Bild steht in großer Schrift "Hier investiert Deutschland", begleitet von einem Text, der angibt, dass die Finanzierung aus dem Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" des Bundes stammt, sowie den Farben der deutschen Flagge.
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